Geführter Suizid
Shownotes
Was passiert, wenn ein Mensch selbstbestimmt aus dem Leben gehen möchte? Und was passiert danach?
Renske und Julia erzählen von ihren Erfahrungen als Bestatterinnen mit assistierten Suiziden: von liebevoll geplanten Abschieden, überforderten Angehörigen und komplizierten Abläufen mit Polizei und Rechtsmedizin.
Dabei geht es auch um einen Mann, der verzweifelt nach einem würdevollen Ort zum Sterben in Hamburg suchte – und um die Frage, warum gerade das Danach trotz aller Vorbereitung so schwierig sein kann.
Warum unterscheiden sich die Abläufe von Bundesland zu Bundesland? Und müsste bei der Begleitung eines selbstbestimmten Todes nicht viel stärker mitgedacht werden, wo ein Mensch eigentlich sterben kann?
Eine sehr persönliche Folge über Selbstbestimmung und Abschied – und über ein Thema, bei dem es noch verdammt viele offene Fragen gibt.
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen in unseren Bestattungsladen auf St.
00:00:06: Pauli!
00:00:07: In diesem Podcast erzählen wir von besonderen, merkwürdigen und manchmal auch humorvollen Begegnungen in unserem Bestattungsladen aus St.Pauli und sprechen über den Tod des Sterben und die Trauer – neulich im Bestattingsladen der Podcast Der Licht ins Dunkel bringt.
00:00:25: Julia erinnerst du dich noch als Florian aufgeregt am Freitagnachmittag bei uns im Laden stand?
00:00:31: Dunkel tatsächlich.
00:00:32: aber ja das ist schon so eine Erscheinung dieser Mann Und wenn er aufgeregt ist, noch ein bisschen mehr.
00:00:41: Und die Aufregung rührte auf einmal daher als dass seine Frau am Tag drauf, also am Samstag, es war Freitag-Nachmittag, am Samstag gegen Nachmittagabend eingeführten Suizid machen wollte und nun war eher der Meinung das wir beide ganz schnell zu ihr sollten damit man sich noch kennenlernt.
00:01:12: Was für eine komische Idee, ne?
00:01:14: Was
00:01:14: für ein absurder Gedanke auf der einen Seite und auf der anderen Seite auch schon wieder fast liebevoll!
00:01:20: Also ich finde den Gedanken an sich total schön... Der Zeitpunkt war bisschen
00:01:23: spät.
00:01:24: Der Zeitpunkt war ein bisschen zu spät und das war auch das was ich ihm dann gesagt habe.
00:01:27: Ja, ich
00:01:28: erinnere mich noch dass du zu ihm gesagt hast Aber sie möchte doch jetzt nicht die letzten vierundzwanzig Stunden ihres Lebens damit beginnen, ihre Bestatterinnen kennenzulernen.
00:01:35: Und das kam tatsächlich aus dem Bauch heraus?
00:01:36: Ja!
00:01:37: Weil ich war natürlich auf sowas wie Sommer auf so was vorbereitet sein gar nicht.
00:01:41: und dann okay dass Menschen aufgeregt vor uns stehen ist noch das eine aber mit so einer Bitte und dann war das wirklich einfach so ein Bauch geführt.
00:01:47: Das ist
00:01:48: wirklich
00:01:49: die schlechteste Idee.
00:01:50: jetzt
00:01:50: gerade
00:01:51: Wenn es die letzten Vierundzwanzig Stunden auf Erden sind
00:01:54: macht etwas Schönes Macht.
00:01:55: was Schönes aber macht es ohne uns Der Florian.
00:02:01: So haben sie es dann auch gemacht?
00:02:03: Er ist dann wieder abgezuckelt, ja ich glaube Sie haben einen fantastisch also fantastische letzte vierundzwanzig Stunden erlebt.
00:02:09: das war alles so wie sich das vorgestellt haben und Ich weiß noch erinnere mich noch er hat danach gefragt ob wir erst am Montag kommen könnten Ob Sabine solange zuhause bleiben dürfte weil es sei erlaubt thirty-seh stunden nachversterben.
00:02:28: Bei einem natürlichen Tod ist das erlaubt.
00:02:30: Ja
00:02:32: und ich weiß noch, dass du da sehr wohlwollend reagiert hast und ihm jetzt auch nicht so in die Kandare fahren wolltest und eben sagen wolltest naja das wird nix werden sondern gesagt hast ja das können wir gerne so machen einfach nur der Situation geschuldet, dass Du da jetzt ihn nicht noch aufgeregter
00:02:50: mehr haben wolltest.
00:02:51: Und ich würde hier auch gar nicht mit welchem Verein oder welcher Gesellschaft Sie es machen
00:02:55: Genau Weil es ist eben leider so, dass hier in Hamburg nicht ganz so gut und nicht ganz schön, sag ich jetzt mal, reibungslos ablaufen kann.
00:03:06: Wie das oft von den Vereinen propagiert wird und erzählt wird wie's sein könnte.
00:03:13: also Es ist eher ein bisschen Chaos tatsächlich
00:03:18: Und vor allem plötzlich.
00:03:20: Ich glaube die Vereine machen oder die Gesellschaften machen ganz viel tolle Vorarbeit Und dann kickt so das Hamburger System und dann kekt auf einmal das Chaos rein.
00:03:31: Darauf sind die Familien, die Freunde, die Angehörigen überhaupt nicht vorbereitet?
00:03:36: Das macht sie so schlimm!
00:03:38: Das macht sich schlimm und das macht sie blöd für uns in der Begleitung.
00:03:41: also wir haben es tatsächlich häufiger dass die Menschen zu uns kommen im Vorfeld mit uns darüber sprechen möchten dass das geplant ist und wir dann auch ganz häufig die Menschen kennenlernen die das dann irgendwann durchführen werden für sich.
00:03:57: Und ich mag das sehr, auch mit diesen Menschen noch mal zu sprechen und sie kennen zu lernen und so ein bisschen zu wissen okay woher kommen die was ist denen so wichtig?
00:04:05: worauf kann nicht achten?
00:04:07: Aber wenn es dann ebenso um den Ablauf geht und darum was dann wirklich in dem Moment passiert ja da muss ich mich auch immer so ein bißchen zurückhalten weil dass hier tatsächlich leider in Hamburg einfach nicht so richtig gut funktioniert das muss man sagen.
00:04:20: Generell ist es so, dass das Thema Sterbehilfe in Deutschland so ein bisschen unterbelichtet ist.
00:04:27: Die Leute wollen sich nicht so richtig damit oder kennen sich nicht aus damit.
00:04:31: Dabei ist das Urteil des Bundesgerichtshofs dazu, dass alles als legal einstuft und machbar von zwanzigzwanzig – also jetzt schon über sechs Jahre alt.
00:04:46: Ja, ich denke das ist der fehlender PR und es wurde halt nicht genug darum damit Werbung gemacht.
00:04:52: Wie soll man auch damit Werbungen machen?
00:04:53: Das verstehe ich auch.
00:04:55: Und diese fehlende Arbeit der Vereine ... Das hat wieder was mit dem Bestattungsgesetz tatsächlich in Hamburg zu tun.
00:05:04: dass das hier bei uns nicht ganz so smooth funktionieren kann wie das in anderen Bundesländern ist tatsächlich Und es hat auch was damit zu tun, dass Hamburg ein Stadtstaat ist und das hier einfach anders organisiert ist.
00:05:19: Hier ist es tatsächlich leider so, wenn ein Suizid passiert, also wenn ein Mensch unter zunächst umgeklärten und für die außenstehenden ungeklärte Ursachen verstirbt dann muss trotzdem natürlich eine Ärztin kommen und den Tod feststellen Und wenn die das tun, dann ist es meistens der Notarzt.
00:05:41: Die Notärzten und die müssen aus ihrem hypo- kratischen Eid und aus ihrer Verpflichtung heraus das Kreuzchen bei ungeklärte Todesursache setzen ganz egal ob da ein Rechtsanwalt vom Sterbehilfeverein daneben steht oder nicht oder ein Video gezeigt wird worauf die Personen die den Suizid an sich selber durchführt, zu sehen ist.
00:06:07: Erst mal muss dort dieses Kreuzing gesetzt werden und das bedeutet eben dass aus einem normalen Sterbefall ein Polizeisterbefall wird.
00:06:17: also das LKA wird eingeschaltet die Polizei kommt ins Haus Und das ist naturgemäß chaotisch denn es kommen Beamte und Beamtinnen die sich mit der Gesetzeslage nicht auskennen Die tolle Arbeit machen aber teilweise auch unsensibel sind.
00:06:34: Und ich hab schon gehört, dass die Leute dann gesagt haben wie ich wusste, dass das erlaubt ist und ... Die sind überfordert?
00:06:44: Genau.
00:06:44: Die stehen vor einem toten Menschen inmitten der Zugehörigen eventuell.
00:06:51: Da kommen bei den Zugehrigen und allen Menschen.
00:06:54: dabei werden schnell Schuldgefühle, wenn solche Aussagen getroffen werden und einfach so raus poltern.
00:07:01: Dann kommt im Zweifel Notarzt-Team und muss vielleicht sogar noch Reanimationsmaßnahmen treffen, also in aller schlimmsten Fall.
00:07:08: Also ich glaube das ist tatsächlich etwas was selten nur stattfindet.
00:07:11: aber trotzdem es kommt ein Notarst, es kommt einen Arzt... Und dann ist es eben in Hamburg so dass dann erstmal alle wieder abziehen und dann wartet man auf den Überführungsdienst der Polizei, der dann in zwei bis zwölf Stunden später kommt.
00:07:26: Währenddessen darf man nichts anfassen, weil es alles umgeklärt ist.
00:07:30: Dann werden die Verstorbenen ins Institut für Rechtsmedizin überführt.
00:07:34: Das heißt wir
00:07:35: dürfen
00:07:36: gar nicht kommen?
00:07:38: Und das ist auch eben nicht so dass diese thirty-sehne Stunden die eine verstorbene Person eigentlich am Sterbeort verbleibt darf bevor sie überführen werden muss eingehalten werden können.
00:07:49: also man ist da tatsächlich auf einmal sehr ausgeliefert
00:07:52: Und ich glaube, damit rechnen die Angehörigen einfach nicht.
00:07:55: Sie denken einfach das ist alles vorbereitet wir machen das jetzt schön Wir machen es an unserem Tempo und dass funktioniert eben wirklich nur bis der Tod eintritt.
00:08:05: Das ist schade weil auch da gibt es wieder in anderen Bundesländern andere Möglichkeiten oder sind die Gegebenheiten anders?
00:08:13: Und können auch andere Angebote gestellt werden wie zum Beispiel und darüber kann man auch streiten wie man das findet dass es Bestatterkollegen gibt, bei denen man sterben
00:08:25: kann.
00:08:26: Genau.
00:08:28: Weil's dort erlaubt ist?
00:08:32: Es ist bei uns theoretisch auch erlaubт aber ... Bei uns kommt dann eben die Polizei und bei uns kommt ein fremder Überführungsdienst auf dem Land und in anderen Bundesländern ist das nicht so geregelt.
00:08:46: da kommt vielleicht auf die Polizei stellt das einmal fest und verzieht sich wieder der Bestatter oder die Bestatterin der Sterbefall passiert ist, darf dann tatsächlich die verstorbene Person in die eigenen Klimaräume überführen.
00:09:02: Das ist der einzige Schritt den sie machen müssen und das geht in Hamburg nicht in keinem Fall.
00:09:08: also bei uns wird sowieso nicht.
00:09:09: gehen wir um keine eigenen Klima räume aber auch bei Bestattungsunternehmen die eigene Klima Räume haben würde das hier nicht so ablaufen weil es das Institut für Rechtsmedizin gibt, in das die Verstorbenen überführt werden.
00:09:22: Das ist in anderen Bundesländern nicht so.
00:09:23: Da kommt dann ein Arzt später zu den Bestattungsunternehmen und führt dort noch mal die sogenannte Leichenschau durch und gibt gegebenenfalls die verstorbene Person auch ohne Probleme frei.
00:09:38: Und das ist eben hier nicht so... Das ist tatsächlich, ich empfinde das als Problem, dass das so unterschiedlich gehandhabt wird.
00:09:46: Weil es eben auf jeden Fall dazu beiträgt, dass so viel Unwissenheit darüber herrscht wenn's überall anders is und wir ja auch selber dazu.
00:09:55: also wie als Bestatterin Wenn wir Besuch kriegen von den Menschen die das vorhaben Und die vielleicht schon auch einen Verein oder eine Gesellschaft gefunden haben mit der sie das durchführen können Wir dann gar nicht so richtig dazu beraten können, weil wir gar nicht wissen wie das dann vor Ort funktioniert.
00:10:13: Weil wir da einfach schon so viele unterschiedliche Vorgehensweisen erlebt haben.
00:10:17: Ja!
00:10:19: So inzwischen erzähle ich Ihnen echt immer den Worst Case.
00:10:24: Einfach dass Sie vorbereitet sind.
00:10:25: Weil wenn die Person noch lebendig und im Besitz all ihrer geistigen Fähigkeiten vor mir sitzen, dann lieber einmal der Worst-Case-Szenario aufzeigen – Das kann passieren Und wir freuen uns alle, wenn das nicht eintritt.
00:10:41: Aber ich meine was war das Schlimmste?
00:10:43: Was mir Angehörige erzählt haben dass wirklich sehr unsensible Polizisten reingetrampelt kommen bei einer Frau die verstorben ist.
00:10:53: es waren auf einmal nur noch Männer in den Räumlichkeiten und
00:10:58: das
00:10:58: hat gestört und verwirrt und damit diesen ganzen Zauber eines friedlich selbst gewählten Todes zerstört.
00:11:08: Ich finde, das müssen Sie vorher wissen.
00:11:11: Weil davor können wir sie nicht beschützen – niemand!
00:11:14: Weil es ist einfach noch
00:11:16: so
00:11:17: wie es ist.
00:11:19: Aber so unterschiedlich wie dieses Putzedre ist, so unterschiedliche arbeiten ja auch die Unternehmen, die Anbieter, die Vereine und die Gesellschaften.
00:11:27: Und wir haben doch eine Geschichte miterlebt.
00:11:30: Und tatsächlich können bis heute nicht richtig verstehen ... der Freundin tatsächlich Wochen vorher die Medikamente schon ausgehändigt
00:11:39: wurden.
00:11:39: Der Freundin, der sterbenden Person?
00:11:42: Es war zwar eine medizinisch ausgebildete Frau aber sie hat wirklich die Medrikamente bekommen und hat sie bei sich zu Hause im Kühlschrank gelagert.
00:11:51: und Sie haben dann zu dritt also eine Frau wollte sterben und zwei Frauen haben sie unterstützt und dann haben sie den Tag abgemacht und haben ihn auch noch gemeinsam miteinander verbracht und haben dann irgendwann zu einer Uhrzeit entschieden, dass es jetzt soweit sei.
00:12:09: Und dann ist die Frau ins Bad, hat sich noch mal zurechtgemacht, hat sie vorbereitet und dann hat die Freundin ihr die Medikamente gegeben.
00:12:19: Es war so nur diese drei Frauen!
00:12:21: Es war
00:12:22: kein Notar, kein Arzt, das musste auch kein Video gemacht werden.
00:12:27: Das war bis dato also ich glaube schöner, intimer, friedlicher.
00:12:32: geht's dann nicht mehr?
00:12:33: Auch da ist am Ende die Polizei gekommen, aber selbst da ist es tatsächlich gut gelaufen.
00:12:37: Weil die Zugehörigen also die Freundinnen Bescheid wussten darüber dass das passieren wird.
00:12:44: und ich weiß auch noch dass die Frau die damals dann gestorben ist gesagt hat ja mir ist das tatsächlich jetzt in diesem Moment ja dann egal Ich bin dann ja
00:12:51: tot.
00:12:53: Es geht mir tatsächlich um die Freundinnen, die mich begleiten.
00:12:55: Dass sie wissen was ihnen jetzt bevorsteht oder was jetzt passieren wird bei mir in der Wohnung und das hatten die einfach alles sehr gut vorbereitet.
00:13:02: Das war tatsächlich so wie ich mir das auch für mich wünschen würde.
00:13:07: Oder wie man sich das wünscht kann.
00:13:09: Das waren sehr selbstbestimmend und total klar in den Abläufen Und ich meine die Frage bei uns zu sterben.
00:13:19: Die Anfrage dass jemand uns angerufen hat und gefragt hat, ob er bei uns sterben dürfte hatten wir auch schon.
00:13:27: Die hatten wir ja auch schon.
00:13:30: das war irgendwie herzerreißend weil dann rufe ich ihn Mensch an und erzählt dir deine Geschichte und sucht verzweifelt ein Ort wo er in Ruhe sterben kann bei ihm was so dass er Hamburger war und gern in Hamburg verstärben wollte, aber schon in einer Unterbringung in Kiel war, weil es nicht anders ging.
00:13:49: Und er wollte zurück nach Hamburg und hatte dort aber keine Wohnung mehr... ...und hat uns gefragt ob das bei uns gehen würde?
00:13:59: Weil der Arzt, der ihn begleitete – also er hatte auch einen Sterbelverein gefunden – und der Arz, der ihm dort begleitet hätte, hatte ihnen den Tipp gegeben.
00:14:06: Er sollte doch mal beim Bestattungsunternehmen anrufen!
00:14:10: Und das habe ich eben gleich im ersten Gespräch schon vehement verneint.
00:14:14: Sondern es geht bei uns aus vielerlei Gründen nicht und hat dann auch gleich mit ihm drüber gesprochen, ABMB Ferienwohnungen nehmen.
00:14:23: Das waren auch schon Ideen die er hatte.
00:14:26: Trotzdem bin ich ja nochmal auf die Suche.
00:14:28: Ich hab ja noch mal mit Hospizen gesprochen und anderen Möglichkeiten aber wir konnten tatsächlich nichts Gutes für ihn finden Und er hat dann sich für einen Airbnb entschieden.
00:14:43: Wir haben da lange nichts von ihm gehört?
00:14:45: Ein paar Wochen.
00:14:49: Wir wussten ja auch gar nicht, wie kurz das bevorstand.
00:14:53: Das war schön, er hat sich bedankt und war total offen auch und war freundlich und war jetzt nicht irgendwie sauer oder so, dass wir das nicht konnten... ...und meinte dann noch weiß ich bei diesem einen Gespräch, dann vielleicht melde ich mich dann ja bei euch und dann könnt ihr mich bestatten!
00:15:09: Freundin meldet sich dann bei euch.
00:15:11: Und
00:15:12: das haben sie tatsächlich gemacht, am Abend vorher hat sich die Freundin gemeldet und ich wusste nicht dass er noch da ist.
00:15:19: unter dem Hintergrund habe ich irgendwann ein Tschüss gehört.
00:15:22: Das war das Letzte was ich von ihm gehört habe.
00:15:26: Ja
00:15:29: und das ist tatsächlich... Also wenn ich mir etwas wünschen wollen könnte und ich finde diese Sterbehilfevereine und auch die Gesellschaften wie die deutsche Gesellschaft für humanisch sterben machen fantastische Arbeit.
00:15:41: Aber wenn ich mir was von denen wünschen könnte, dann wäre es tatsächlich dass sie dieses Dilemma sozusagen des Ortes auch noch weiter mitdenken würden.
00:15:51: Also die versuchen schon mit der Aufklärungsarbeit und ich glaube die versuchen wirklich ihr Bestes.
00:15:54: das ist einfach ein gesellschaftliches Tabu an dem Sie da drum rum stricken.
00:15:59: aber gerade was so den Ort des Sterbens anbelangt ob man da nicht nochmal weiter denken könnte dass man dort irgendwie Räume anmieten kann oder zur Verfügung stellen kann.
00:16:10: Oder da einfach noch mal anders an dieses Thema rangeht, das man es ganzheitlicher nochmal hat und nicht nur ... Also was heißt nur?
00:16:17: Nicht in der vorbereitenden Phase da sein sondern eben auch für das Danach?
00:16:23: Ja, war's aber auch wieder so ein bisschen Das ganze Thema widerspiegelt.
00:16:27: Es wurde alles verdrängt.
00:16:29: Warum dürfen sie denn nicht zu Hause versterben?
00:16:33: Neulich
00:16:34: im Bestattungsladen ist eine Produktion der gute Leudefabrik im Kooperation mit Ahalradio.
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